Sohns ist Maler,
nur Maler. Er denkt und schafft nur in der
Farbe und nur aus der Farbe.
Aber wenn er einmal sagt: »wenn in
meinen Bildern Gegenstände sichtbar
werden, so sind sie immer erst nach dem
vorhergegangenen Malprozess entstanden«,
so drückt sich darin sein besonderes
Verhalten zur dinglichen Welt aus. Das »Ding«
ist immer da für den Menschen, es spiegelt
sich bei Sohns nur als Farbe. Deshalb kann
man seine Malerei, so wie sie im Lauf von
vier Jahrzehnten geworden ist, auch nicht
gegenstandslos nennen.
Sein Hang zum lyrischen Erzählenden
ist mit expressiven und auch mit surrealen
Äußerungen verbunden. Sohns
geht den Weg ins Innere des Individuums
über oft scheinbar unverbindliche
Beschreibung der Peripherie, der dem der
Neuen Sachlichkeit ähnlich ist.
Vita
1907
Am 9. Januar in
Barsinghausen bei Hannover geboren
1921-24
Lehre als Bau-
und Kunstschlosser
1926-30
Kunstgewerbeschule
Hannover, Abschluss als Maler und
Grafiker
1930-31
Studium an der
Kunstakademie in Stuttgart
1932-37
Dozent für
Farbenlehre an der Kunstgewerbeschule
in Hannover
1940-45
Soldat in Albanien
und Norwegen, danach freier Maler
in Hannover
1948
Lehrauftrag für
Architekturzeichnen, Freihandzeichnen
und Aquarellieren
an der Technischen Hochschule in Hannover.
1949
Gründung
der Niedersächsischen Sezession
1952-57
Als Ehrenmeister
Führender Meister der hannoverschen
Bauhütte »Zum weißen
Blatt«
1955
Außerordentlicher
Professor auf Lebenszeit
1967
Ordentlicher Professor
der Universität Hannover
1972
Kurt Sohns verstirbt
am 4. Januar
Ausstellungen
Seit
1953
regelmäßige
Ausstellungen als Mitglied des Deutschen
Künstlerbundes
1954
Mitglied der Neuen
Gruppe in München, mit regelmäßiger
Teilnahme an deren Ausstellungen.
Zahlreiche Einzel-
und Gruppenausstellungen im In- und
Ausland.
Werke im öffentlichen
Besitz
Bayrische Staatsgemäldesammlung,
München
(Nrn. 104, 133)