Man hat die Bilder
Eings als »märchenhaft«
bezeichnet, ich ziehe den Ausdruck »mythisch«
vor. Da ist etwas vom Mythos der Landschaft,
in der Eing seit Jahren lebt, eine Landschaft
am Meer, in der es seit Jahrtausenden immer
wieder um den Fisch gegangen ist, von dessen
Fang das Überleben der Bewohner abhing,
und um das Meer, aus dem der Fisch kam und
das zugleich die ständige Bedrohung
der Küsten-Bewohner bedeutete. Eben
um dieser Bedrohung willen erscheint es
so sinnvoll, dass Eings Häuser zusammengedrängt
und mit hohen Mauern umgeben oder in den
unteren Stockwerken fensterlos sind. Es
geht hier um Archetypisches. Aber dieses
Archetypische wird nicht zelebriert, sondern
heiter verfremdet in skurrilen, komischen
Formen von Mensch, Tier und bedrohter Welt.
Diese Verfremdung ist das Signum von Eings
Arbeiten...
Hans-Joachim Haecker |