Oliven ...
Geplatzte Frucht ...
Tanzende Blätter ...
   
Im dunklem Laub ...
Puder-Stein ...
Steine ...
   
Schwertlilie ...
Entblätterung ...
Zwei Birnen ...
 
Künstler
Um eines gleich vorwegzunehmen: die Bilder von Rosemarie Würth sind von großer technischer Perfektion, besessen von Klarheit. Da ist nichts verschleiert, getönt, geschönt. Die einzelnen Zeichnungen strahlen eine Sicherheit aus, die einen glauben lässt, dass es der Künstlerin möglich ist, jede einzelne ihrer Vorstellungen Bild werden zu lassen. Das scheint fast mühelos hingeschrieben zu werden, einfach da zu sein, aus dem Nichts auf dem leeren weißen Blatt zu entstehen. Dabei geht es realistisch zu. Am meisten begeistern die so genannten Blattlandschaften, die auf tatsächlichen Blattfundstücken beruhen. Ihre virtuose Hand macht ein Blatt weich und hingeschmiegt wie ein weites, spannungsreiches Hochtal, eine lesbare Landschaft, gebildet aus dem Vergehen geweihten Blättern. Das berührt, das reibt da, wo man es nicht so ohne weiteres beiseite schieben kann: die Arbeiten von Rosemarie Würth verlangen nach Auseinandersetzung, nach einem tieferen Eindringen, einem Durchdringen, Erfassen … und dabei reizen sie zum Anfassen, zum Begreifen.

Die Zeichnungen sind alle in den letzten beiden Jahren entstanden. »Meine Themenwelt sind die Dinge der Natur«, sagt Rosemarie Würth im Gespräch. Das ist richtig, nur wie behandelt sie diese Dinge der Natur. Sie verwandeln sich unter ihrer Hand, tauschen ihre Bestimmung, bleiben alte Formen und nehmen neue an, eine Art Wiedergeburt scheint angestrebt zu werden: Als Blatt bist du tot, als Landschaft mit andern lebendig.
Vita                                                 
1938
in Stettin geboren
1955-61
Graphikstudium an der Werkschule Hannover, Stipendium an der Gropius- Stiftung Hannover zu weitern Studien bei Gerhard Wendland und J.G. Geyer in Radierung Lithographie und freier Malerei. Studienreise nach Italien, Frankreich, Griechenland, Russland, Algerien, Irland und Ägypten.
Einzel- und Gruppenausstellungen seit 1984     
1984
Galerie Artforum, Hannover
Kunstverein Salzgitter
Kunstverein Uelzen
1985
Kubus, Hannover
Galerie Bollhagen, Worpswede
Palais des Congrés, Perpigan/ F
Künstlerhaus Göttingen
1986
Galerie Villinger, Würzburg
Galerie Herzog, Ladenburg
Galerie Tom Brechbühl, Grenchen, CH
Kunstverein Oldenburg
1987
Galerie Artforum, Hannover
1990
Galerie Artforum, Hannover
1991
BBK Niedersachen, Hildesheim „Faktor Zeit“, Imperia/ Italien
1992
Biennale Hannoverscher Künstler im Kubus Hannover
Künstlergruppe Arche, Hannover
1993
Künstlergilde, Regensburg und Esslingen
Künstlergilde, Regensburg und Leipzig
1998
Galerie Artforum, Hannover
2003
Galerie Artforum, Hannover