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Mirko Schallenberg

Mirko Schallenberg gibt Alltagsgegenständen durch eine scheinbar akribische Malerei, durch eine exzellente Farbwahl und durch die eigenartige Zusammenstellung ihrer so unterschiedlichen Formen bei oft starker Vergrößerung ein sur-reales Eigenleben. Das ist keine neue Sachlichkeit und auch kein Surrealismus. Es ist nicht die Anordnung seiner Gegenstände und nicht eine bedeutungsschwere Auswahl dieser Gegenstände – nein, mir scheint, es ist die poetische Stimmung, die den Gegenständen, von Schallenberg betrachtet, innewohnt. Poesie ist allen Dingen eigen, allerdings nur, wenn man sie so betrachten kann wie Schallenberg. Wir treffen auf die Rätselhaftigkeit und Fremdheit von Dingen, die ihrer Alltäglichkeit entzogen wurden. Schallenberg arbeitet sachlich. Die Auswahl der Stücke für ein neues Bild folgt sicher nicht der Absicht, mit Symbolen eine Geschichte zu erzählen. Aber es könnte passieren, dass wir Betrachter plötzlich meinen, dem Wesen des Surrealen zu begegnen, wiewohl der Maler nur malte – aus Freude am Malen.

Ludwig Zerull, 2007

Vita                                                     
1967
in Northeim geboren
 
Studium der Malerei bei Prof. Hermann Albert
an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig.
Einzelausstellungen (Auswahl)                                   
1999
Galerie bs 15, Braunschweig, Katalog
2000
Galerie Konvention, Berlin, Katalog
2001
Galerie Artforum, Hannover
Galerie Konvention, Berlin, Katalog
2003
Galerie Smelik & Stokking, Den Haag/ NL
2004
Galerie Frebel, Westerland/ Sylt
2005
Galerie Artforum, Hannover, Katalog
2007
Galerie vom Zufall und vom Glück, Hannover