| Heiner Meyers
Bilder faszinieren. Sie tun dies nicht zuletzt,
indem sie mit der Magie des Malerischen
»High« und »Low«
zusammenführen, zum Beispiel den Comic
und die Welt der griechischen Götter.
Audrey Hepburn und Apoll, so war es 2004
im Kunstclub zu sehen, Seite an Seite. Nun
sind es neue Werke, die die Prinzipien dieser
Kunst auf andere Weise vor den Augen der
Betrachter erstehen lassen. Die Popmusik
kennt das »sampling«, das verdichtete
Zitat, das in die Sphäre des eigenen
schöpferischen Tuns einholt, was anderwärts
artikuliert wurde. Mit »reloading«
- ebenfalls ein Begriff heutiger Musikproduktion
- wird bereits Geschaffenes neu aufgelegt.
Heiner Meyer kann heute schon auf eine
lange Strecke künstlerischen Schaffens
zurückblicken. Da ist es nur natürlich,
dass seine Bilder Eigenes zitieren: Sowohl
im Hinblick auf Themen und Motive, also
Mickey Mouse und Marilyn, und auf Bildwelten
wie die Leinwand und das Comic-Heft. Und
eben auch hinsichtlich bildnerischer Formgedanken,
die ja erst ein Bildganzes entstehen lassen,
in dem verschmolzen wird, was ursprünglich
nicht zusammengehört.
Text von www.kunstclub-hamburg.de
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