| Vom Beginn seiner
künstlerischen Laufbahn an belegen
zahllose Pastelle, Aquarelle, Acryl –
und Ölbilder seine Vorliebe für
Naturdarstellungen. Seit 1977 entwickelten
sich die für ihn typischen Landschaftsausschnitte
und Blumenaquarelle, in denen die frühen
Inhalte auf unsichtbare, aber durchaus emotional
wahrnehmbare Weise ihren Niederschlag gefunden
haben.
Durch Vergrößerungen verwandeln
sich manche Blüten, Blätter
und Stängel zu Landschaften aus Pinselstrichen,
lasierten und ineinander fließenden
Farbflächen. Dem tastenden Ausstrecken,
übermütigen Emporsprießen
oder schwerfälligen Hinabsinken wird
ebenso viel Aufmerksamkeit beigemessen
wie der Platzierung zueinander. Zusätzlich
zur Beleuchtung dienen diese Bewegungen
als Zeuge des Augenblicks. Zwischen Realität
und Phantasie, Räumlichkeit und Abstraktion
wird keine Trennungslinie gezogen: Formen
öffnen sich, Farben fließen
aus, werden gleichzeitig über Objekt
und Umgebung lasiert. Nur ihr vorerst
realistisches Anmuten fügt die vielschichtigen
Ebenen zu einer Einheit zusammen und verdeutlicht
die enge Verwandtschaft zu den Landschaften.
|