Die Auseinandersetzung
mit dem Menschen, bezogen auf seine Umwelt,
steht bei Matthias Eder im Mittelpunkt seiner
Arbeit. Matthias Eder zeigt »Körperhüllen«
- die Haut empfindsam und zärtlich,
eine Membran des Menschen, die Grenze zwischen
dem inneren Ich und dem äußerem
Erscheinungsbild. Subtil in der Anmutung
immer wieder differenziert verändert.
Im gesamten Erscheinungsbild wirken die
Plastiken gleich, im Detail erkennt der
Betrachter das einzelne Individuum. Matthias
Eder verwendet bei seinen Arbeiten ausschließlich
Bronze – ein klassisches Material,
jedoch ungewöhnlich, geradezu einzigartig
interpretiert. In seinem Spektrum von Rot/Orange
über Braun/Blautönen bis Schwarz
erscheinen seine Plastiken. Sie werden weder
bemalt noch patiniert, sondern erscheinen
in ihrer natürlichen Graugusshaut,
der Oxidation, die beim erkalten der heißen
Bronze entsteht. So erscheinen selbst bei
einer Auflage die Plastiken nie gleich.
Jedes ist ein Unikat, so wie der Mensch
ein Individuum ist.
Uwe Fasnacht
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