| Der Maler lebt
seit 1930 abwechselnd in Florenz, Mailand
und Paris, bevor er sich 1944 endgültig
in Rom niederlässt. In den fünfziger
und sechziger Jahren greift de Chirico häufig
auf seine metaphysische Stilphase und auf
Werke aus den zwanziger Jahren zurück;
erstellt Repliken und Bronzen aus der Ferrara-Periode
und führt die Folge der Selbstbildnisse
weiter aus. Trotz dieses weniger innovativen
Spätschaffens gehört de Chirico
zu den zentralen Figuren der Kunst des 20.
Jahrhunderts. Als Wegbereiter der »Pittura
metafisica« hat er weitreichenden
Einfluss auf die folgenden Stilentwicklungen
von Surrealismus, Neuer Sachlichkeit und
Magischem Realismus. Giorgio de Chirico
wird 1974 in die Pariser Académie
des Beaux-Arts gewählt und erhält
1976 das Große Bundesverdienstkreuz
der Bundesrepublik Deutschland. |