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Giorgio de Chirico
Der Maler lebt seit 1930 abwechselnd in Florenz, Mailand und Paris, bevor er sich 1944 endgültig in Rom niederlässt. In den fünfziger und sechziger Jahren greift de Chirico häufig auf seine metaphysische Stilphase und auf Werke aus den zwanziger Jahren zurück; erstellt Repliken und Bronzen aus der Ferrara-Periode und führt die Folge der Selbstbildnisse weiter aus. Trotz dieses weniger innovativen Spätschaffens gehört de Chirico zu den zentralen Figuren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Als Wegbereiter der »Pittura metafisica« hat er weitreichenden Einfluss auf die folgenden Stilentwicklungen von Surrealismus, Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus. Giorgio de Chirico wird 1974 in die Pariser Académie des Beaux-Arts gewählt und erhält 1976 das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Vita                                                                                                                                          
1888
*10. Juli.1888 in Volos, Griechenland; † 19. November 1978 in Rom
 
Er gilt als Hauptvertreter der Pittura metafisica, der sogenannten Metaphysischen Malerei, die als einer der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus angesehen wird.
 
Giorgio de Chirico studierte am Polytechnikum in Athen
1906-09
Studium an der Königlichen Akademie der Künste in München.
1911
ließ sich de Chirico in Paris nieder. Er kam in der französischen Kunstmetropole mit bedeutendenden Künstlern seiner Zeit zusammen
1915
er verließ Paris und zog in das italienische Ferrara
1916-17
gründete de Chirico mit seinem Bruder Alberto Savinio und dem italienischen Futuristen Carlo Carrà die »scuola metafisica« und damit eine Strömung, die den Stil der Surrealisten um rund zehn Jahre vorwegnahm und bis zum Jahr 1920 andauerte. Zusammen mit Carlo Carrà gründete de Chirico 1920 außerdem die Zeitschrift Pittura metafisica.
1924
war er einer der Gründer der Zeitschrift »La Revolution Surrealist«. 1924 übersiedelte de Chirico wieder nach Paris
von 1939
bis zu seinem Tod lebte de Chirico wieder in Italien.
1955-64
Einige seiner Werke wurden postum auf der documenta 1 (1955), der documenta II (1959) und der documenta III im Jahr 1964 in Kassel gezeigt.