Farbe und Geheimnis
sind zwei Stichworte neben den Worten Raum/
Fläche und Mensch im Werk von Wilhelm
Beuermann.
Die Farbe finde ich in der lichten wie in
der schweren Variante, in der sie Beuermann
aufzutragen versteht, neben dem Verwirrspiel
der Flächen und Umwege bezeichnenden
Linien als das schönste in seinen Bildern.
Und wenn ich jetzt den abfälligen Begriff
»Bonbonfarben« in den Mund nehme,
meine ich das als Auszeichnung. Denn was
Beuermann mit einer langläufig gefälligen
Farbskala an Geheimnis zu schaffen versteht,
das ist großartig! Zu den Geheimnissen
gehört auch das Faszinosum, dass die
Bilder des in Hannover, aber ganz lange
auch in Italien lebenden Künstlers
eine geheimnisvolle »Italianita«
ausstrahlen.
L. Zerull in einer Rede am 16. November
2000
Vita
1937
geboren in Berlin
1955/59
Werkkunstschule
Hannover
Arbeiten im Atelier von J. Friedländer
1959/60
École des
Beaux Arts, Paris
1960/63
Hochschule für
bildende Künste Berlin bei Prof.
Gonda
und Prof. Bachmann
1962
Stipendium des
Institut Français
seit 1963
als freier Maler
in Hannover
1970
Mitglied des Deutschen
Künstlerbundes
1977
Villa Massimo,
Rom
1972-2006
lebte und arbeitete
Wilhelm Beuermann in Hannover und
Italien,
verstorben 2006
Einzelausstellungen
seit
1967
in vielen deutschen
Galerien und
Drian Galleries, London
Galleria CIAK, Rom
Galerie Alphonse Chave, Vence/Nizza
Galerie Toni Brechbühl, Grenchen/CH
1987
Retrospektive,
Galerie Artforum, Hannover
Retrospektive, Kunstverein Kreis Gütersloh
1988
Galerie im Tintenviertel,
Darmstadt
1989
Galerie Brötzinger
Art, Pforzheim
1990
Galerie Artforum,
Hannover
Galerie Toni Brechbühl, Grenchen/CH
1991
Kabinett am Goetheplatz,
Weimar
Globus-Galerie, Leipzig
1993
Galerie Artforum,
Hannover
1993-95
Wanderausstellung
»Tage-Bilderbücher 90-92«
in Leipzig, Berlin, Grenchen/CH, Hannover
1995
Torhaus Galerie,
Braunscheig
1997
Galerie Artforum
Hannover
1998
Galerie im Pallas
Verlag, Welver/Dinker
1999
Retrospektive
»Wandlung des Sichtbaren«
Kubus Hannover
2000
»Bilder
aus drei Jahrzehnten«, Neues
Kreishaus Hannover
Kunstverein Mellendorf